Geräte werden angeschafft
Nachdem auch der Gemeinderat im September 1869 die Anschaffung einer Metz-Spritze beschlossen hatte, konnte diese Spritze bestellt und am 2. August 1870 samt 150 m Druckschläuchen, vom Gründungsvater der Feuerwehr in Kärnten Ferdinand Jergitsch an die Feuerwehr Völkermarkt übergeben werden.
Der Chronist vermerkt in diesem Zusammenhang, dass der Sammlungserlös für die Spritze einen Betrag von 218 Gulden und 43 Kronen betragen hat.
Im Jahre 1871 konnte die Wehr bereits auf 103 aktive Mitglieder zählen. Die Feuerlöschgeräte wurden zum damaligen Zeitpunkt von der Gemeinde übernommen und da kein Rüsthaus vorhanden war, in der ganzen Stadt verstreut untergebracht. Es war geplant, ein Rüsthaus mit Standort Postplatz zu errichten. Die Angelobung von neuen eintretenden Mitgliedern wurde ab dem damaligen Zeitpunkt im Beisein des Bürgermeisters durchgeführt.
Gründung der Feuerwehrmusik
Erwähnenswert ist, dass 1871 eine Feuerwehrmusik mit einem Mitgliederstand von 16 Mann unter Obmann Roscher und Kapellmeister Stöckl gegründet werden konnte.
Anlässlich des 15-jährigen Bestandsjubiläums (siehe Einladung) wurde der Feuerwehrbezirksverband gegründet, dessen Obmann Herr Thaller und dessen Obmann-Stellvertreter Herr Zechner aus Völkermarkt wurden.
12. Kärntner Landesfeuerwehrtag
Der 12. Kärntner Landesfeuerwehrtag fand vom 14.–16. August 1903 mit zahlreicher Beteiligung von Feuerwehren aus ganz Kärnten zum ersten Mal in Völkermarkt statt. Damals wie heute hatte die Feuerwehr den berechtigten Wunsch auf laufende Ergänzung und Erneuerung ihrer Ausrüstung.
Völkermarkter Erfindergeist
Am 6. Jänner 1909 wurde über die Anschaffung einer Dampfspritze verhandelt und eine 10-m-Leiter wurde bestellt. Am 20. April desselben Jahres wurde von der Kameradschaft die Anschaffung eines Kummer’schen Schlauchwaschapparates beschlossen. Dieser wurde vom Völkermarkter Spengler Meister Markus Kummer sen. erfunden, auch zum Patent angemeldet und kann heute im technischen Museum in Wien im Original betrachtet. Schlauchwaschapparate nach diesem Prinzip stehen auch heute noch in Verwendung.
Die Zeit des 1. Weltkriegs
Der 1. Weltkrieg forderte auch unter den Mitgliedern der Feuerwehr Völkermarkt seine Opfer, von den 36 eingerückten Feuerwehrmännern kamen Anton Atzwanger, Wilhelm Kolloros, Karl Magnet und Georg Stindl nicht mehr heim. (Bild Gedenktafel)
Das Jahr 1918 brachte bekanntlich für unsere Stadt Völkermarkt kein Ende der schrecklichen Ereignisse. Die Männer der Feuerwehren waren während des Kärntner Abwehrkampfes stets bemüht, beim Beschuss der Stadt mit Granaten die in Brand geratenen Objekte zu löschen und somit die gesamte Stadt vor einer Feuersbrunst zu bewahren.
Ehrend seien hier Alois Hofer und Georg Kramer zu erwähnen, die sich lt. Chronik bei diesen Bränden unter Maschinengewehrfeuer und Luftangriffen besonders hervorgetan haben.
Nach der zweiten Besetzung der Stadt wurde die Feuerwehr unter jugoslawische Zwangsverwaltung gestellt. Aber auch diese Notzeit ging am 10. Oktober 1920 zu Ende.
Das Zeitalter der Motorisierung
Das Jahr 1921 brachte der Feuerwehr Völkermarkt unter Hauptmann Majdic wohl den größten Fortschritt ihres damaligen Bestandes. Hauptsächlich über dauerndes Ersuchen des Hauptmann-Stellvertreters Hans Rogy wurde nach mehrmaligen Beratungen am 28.09.1921 ein eigener Motorspritzenausschuss gegründet, der sich tatkräftig für diese Idee eingesetzt hat. Die ersten notwendigen Geldmittel konnten durch ein Best-Kegelscheiben aufgebracht werden. Seitens der Feuerwehr wurde in der Folge ein Fahrzeug angeschafft und eine Pumpe beim Bergamt ersteigert. Diese Pumpe wurde von der Völkermarkter Firma Niemiez mit fachkundiger Beratung des Motorspritzenausschusses in den Wagen so eingebaut, dass sie mit dem Getriebe des Fahrzeuges praktisch verbunden war. Ein derartiges Fahrzeug war nach dem damaligen technischen Standard sehr fortschrittlich.
Nach der Ausgabe von Stifter- und Fördererbriefen wurde dieses Fahrzeug ausfinanziert und am 10. September 1922 unter großer Beteiligung der Bevölkerung eingeweiht.
Rettungsabteilung wird gegründet
Nachdem in der Kameradschaftssitzung am 27. Mai 1922 eine Rettungsabteilung der Feuerwehr gebildet wurde, der Herr Dr. Fritz Nagele künftig vorstehen sollte, wurde am 03.07.1925 das erste Rettungsauto der Feuerwehr Völkermarkt in den Dienst gestellt. Dieses Fahrzeug hatte lt. den Aufzeichnungen am 03.03.1927 mit der Besatzung Pittermann, Smertnig und Mikl seine 100. Ausfahrt. Die 1000. Ausfahrt fand am 27.12.1936 statt.
Neue Kraftspritze & Alarmglocken
Zum Jahre 1928 ist neben anderen Ereignissen vermerkt, dass am 3. Juni 1928 eine neue Kraftspritze in den Dienst gestellt wurde, welche bereits mit gummierten Schläuchen ausgestattet war. Die Mittel wurden wie immer durch eine Veranstaltung, nämlich eine große Tombola auf der Bürgerlust aufgebracht.
Weiters wurde im Jahr 1928 in der Stadt erstmals eine Alarmglockenanlage über Stromleitungen zwecks Alarmierung der Feuerwehrleute errichtet.
Mehr Platz für die Feuerwehr
Im Jahre 1933 erscheint erwähnenswert, dass nach Umbau des alten Rüsthauses der Feuerwehr Völkermarkt neue, größere Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt wurden.
Aus Feuerwehr wird Feuerlöschpolizei
Im Jahre 1938 blieb auch die Feuerwehr Völkermarkt von den geänderten Verhältnissen nicht verschont, die Freiwillige Feuerwehr wurde aufgelöst und gleichzeitig in die sogenannte Feuerlöschpolizei übergeführt. Während die Freiwilligen Feuerwehren bis dato Vereinscharakter hatte, waren sie als Feuerlöschpolizei der Gemeinde und dem Bürgermeister unterstellt. Auch wurde die Organisation innerhalb der Feuerwehr geändert, da die Steiger‑, Schlauch- und Schutzrotten abgeschafft und dafür die Löschgruppen eingeführt wurden. Diese Änderung war sehr bedeutend, hat sich aber in der Folge bis heute bewährt.
Ausbruch des 2. Weltkrieges
Nach der Bestellung des bisherigen Feuerwehrhauptmannes Hans Rogy zum Kreisfeuerwehrführer folgte ihm am 30. Oktober 1939 Markus Kummer als Kommandant.
Nach Ausbruch des Krieges im Jahre 1939 wurden den Feuerwehren zusätzliche Aufgaben, vor allem auf dem Gebiet des Luftschutzdienstes, zugeteilt. Aus den Reihen der Feuerwehr rückten 10 Männer zum Wehrdienst ein und wurden erst später durch Notdienstverpflichtete usw. ersetzt.
Kriegsjahre und Kriegsende
Im Verlauf des Krieges erhielt die Wehr der Stadt zwei neue Löschfahrzeuge, nämlich das LF 8 (1942) und das LF 15 (1944), beide vom TYP Mercedes Benz. Das LF 8 wurde von der Feuerwehr Völkermarkt liebevoll restauriert und kann zu besonderen Anlässen besichtig werden.
Nach der Einberufung des Feuerwehrhauptmannes Kummer im Jahre 1941 wurden die Geschicke der Feuerwehr bis 1945 durch den bisherigen Stellvertreter Alois Meschnark geführt. Drei Feuerwehrkameraden, nämlich Alfred Knöttner, Hans Miklau, (beide von der Feuerwehrmusik) und Hubert Wohlgemuth kehrten aus dem Krieg nicht mehr zurück.
Am 20. Juli 1941 musste die Rettungsabteilung von der Feuerwehr an das damalige Deutsche Rote Kreuz übergeben werden und wurde somit als Feuerwehreinrichtung aufgelöst.
Das Jahr 1945 brachte für die Feuerwehr aufgrund abermals geänderter Verhältnisse wieder Umstellungen mit sich: Aus der Feuerlöschpolizei wurde unter englischer Besatzung die „Fire Brigade“. Ferner vermerkt der Chronist, dass in diesem Jahr die gesamten Musikinstrumente gestohlen wurden.
Markus Kummer hat nach Kriegsende wieder die Führung der Feuerwehr Völkermarkt übernommen und Hans Rogy wurde am 1. Jänner 1947 zum Landesfeuerwehrinspektor ernannt.
Erstes Tanklöschfahrzeug
Am 22. Juli 1948 wurde von der Feuerwehr Völkermarkt das 1. Tanklöschfahrzeug der Marke Bedford in den Dienst gestellt. Dieses Fahrzeug war ein ausgedientes Militärfahrzeug welches im Stadtwald gefunden wurde und wurde im Rüsthaus von den Kameraden unter der Führung von Markus Kummer zum Feuerwehrfahrzeug umgebaut. Die Feuerwehr verfügte daher zum damaligen Zeitpunkt über ein Tanklöschfahrzeug, ein schweres Löschfahrzeug und ein leichtes Löschfahrzeug mit Anhänger.
Ausflug zum Großglockner
Zu dem am 4. und 5. September 1948 durchgeführten Kameradschaftsausflug ist zu vermerken, dass dieser Ausflug erstmals nicht in der näheren Umgebung der Stadt Völkermarkt, sondern auf dem Großglockner führte.
Baubeginn des Rüsthauses Neue Burg
Ein markantes Datum für die Freiwillige Feuerwehr Völkermarkt aber auch für die Stadt Völkermarkt ist der 22. August 1949, nämlich der Baubeginn des neuen Rüsthauses und des Festsaales der Neuen Burg. Laut Chronik wurden unter der Leitung des Stadtfeuerwehrkommandanten Markus Kummer von den Wehrmännern insgesamt 350 m³ Schotter und 150 m³ Bauholz herangeschafft. Selbstverständlich wurden im Zuge des Baues auch weitere Leistungen von den Mitgliedern der Feuerwehr erbracht. Am 9. und 10. Oktober 1951 konnte schließlich das neue Rüsthaus der Feuerwehr Völkermarkt eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben werden.
Neue Alarmglockenanlage
Im Jahre 1954 wurde eine Alarmglockenanlage für den Stadtbereich zwecks Alarmierung ohne Sirene errichtet, die sich in den folgenden Jahren bestens bewährt hat.
Unfalltod des Kommandanten
Der tragische Unfalltod des Bezirksfeuerwehrkommandanten Hans Rogy am 1. März 1955 brauchte für die Feuerwehr Völkermarkt insofern eine Änderung mit sich, dass der bisherige Kommandant Markus Kummer zum Bezirksfeuerwehrkommandanten und bei der Feuerwehr Völkermarkt Hans Miklau zum Feuerwehrkommandanten gewählt wurde.
Ehrungen & neue Räumlichkeiten
Am 15.05.1961 erhielt Alois Meschnark und am 06.01.1962 Markus Kummer und Alois Grasser den Ehrenring der Feuerwache Völkermarkt für 40-jährige Zugehörigkeit zur Feuerwehr.
Mit der Übergabe des neuen Schulungs- und Kameradschaftsraumes im Rüsthaus am 01.05.1962 konnten die Voraussetzungen für die Ausbildung der Feuerwehrmänner, aber auch die Möglichkeit zu einem geselligen Beisammensein entsprechend verbessert werden.
100 Jahre Feuerwehr Völkermarkt
Im Jubiläumsjahr 1968 konnten für die gesamte Mannschaft neue Paradeuniformen angeschafft werden. Anlässlich des 100-jährigen Gründungsfestes am 13. und 14.07.1968 wurde ein neues, sehr modernes Tanklöschfahrzeug 2000 l der Marke Steyr, ausgestattet von der Firma Rosenbauer, geweiht. Konnten mit den von der Feuerwehr anlässlich des 100-jährigen Jubiläums gesammelten Spenden von insgesamt S 21.000,- für die Feuerwehr neue Uniformen angeschafft werden, so erhielt die Jugendfeuerwehrgruppe der Feuerwehr Völkermarkt von Werner Schüssler eine komplette Uniform.
Sportliche Entwicklungen
Aufgrund der stark angestiegenen technischen Einsatzleistungen wurden der Feuerwehr Völkermarkt im Jahre 1970 zwei Greifzüge (3 t) samt Stahlseil sowie ein Porto-Pauer-Gerät zur Bergung von Unfallopfern übergeben. Nachdem am 04.07.1970 noch eine Wettkampfgruppe an den Bundesfeuerwehrmeisterschaften in Wiener Neustadt teilgenommen hat, wurde am 11.07.1970 der 1. Völkermarkter Kirchtag veranstaltet.
Im Jahre 1970 wurde von der Kameradschaft der Feuerwehr Völkermarkt erstmals eine Fußballmannschaft gegründet, die sich in den darauffolgenden Jahren sowohl im Inland als auch im Ausland als „gefürchteter Gegner“ einen Namen gemacht hat.
Freundschaftliche Beziehungen
Das Jahr brachte auch die Entwicklung einer langjährigen und bis heute andauernden Freundschaft mit der Betriebsfeuerwehr Carl Zeiss in Oberkochen (BRD) mit sich. Der 1. Besuch der Feuerwehr Völkermarkt in Oberkochen erfolgte im Jahre 1973.
Jubiläumsjahr — 110 Jahre
In das Jahr 1978 fiel neben der ehrenvollen Berufung des Völkermarkter Kommandanten Franz Sornig zum Abschnittsfeuerwehrkommandanten und von Ernst Eberle zum Kommandant Stellvertreter der Feuerwehr Völkermarkt, auch das 110-jährige Bestandsjubiläum der Feuerwehr Völkermarkt. Die 110-Jahr-Feier wurde mit einem Tag der offenen Tür und Ausstellungen des österreichischen Bundesheeres und des Roten Kreuzes begangen. Anlässlich dieses Jubiläums konnte auch die neu errichtete Bezirksfunkzentrale ihrer Bestimmungen übergeben werden.
Millionenanschaffungen
Die erste Anschaffung in Millionenhöhe, der in den kommenden Jahren noch weitere folgen sollten, wurde im Jahre 1979 getätigt. Am 21.April 1979 wurde das schwere Rüstfahrzeug mit Kran der Marke Steyr mit Anschaffungskosten von S 3,5 Millionen von der Feuerwehr übernommen. Dieses Fahrzeug hat sich bei unzähligen technischen Einsätzen bestens bewährt.
Ebenso hat das zum selben Zeitpunkt aus Eigenmitteln der Feuerwehr angeschaffte Atemschutzfahrzeug anlässlich des Phenolunfalles in Mölbling seine sehr gute Einsatztauglichkeit bewiesen.
Im September kam es zu einem verheerenden Bombenanschlag auf des Museum in Völkermarkt, wo das Rathaus so schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde, dass Teile des Gebäudes einstürzten. Tagelang standen die Kameraden im Einsatz um wieder eine sichere Durchfahrt zum Hauptplatz schaffen zu können. Dies war auch der letzte dokumentierte Einsatz der alten Holzschiebeleiter die im Jahre 1899 angekauft wurde.
Trinkwasserversorgung in haimburg
Am 04.05.1980 wurde die Freude über die Weihe der neuen Fahrzeuge und der Florianiglocke für die Kreuzberglkirche leider sehr getrübt, denn Feuerwehrpfarrer Achatschitsch starb während der Feierstunde an Herzversagen.
Einen kleinen Vorgeschmack auf heutige Verhältnisse erhielten die Männer der Völkermarkter Wehr im Jahre 1980: Wegen einer Verschmutzung des Trinkwassers musste die Ortschaft Haimburg vom 18.11 – 24.11.1980 mit Tanklöschfahrzeugen mehrmals täglich mit Trinkwasser versorgt werden.
Neue Piepser, neuer Kommandant
Wurde die stille Alarmierung (ohne Sireneneinsatz bei kleineren Einsätzen) wie bereits erwähnt früher mit Alarmglocken über ein Leitungsnetz bewerkstelligt, so begann ab 1985 das Zeitalter der Alarmierung mit Funkrufempfängern, den sogenannten Piepsern.
Am 05.06.1985 trat Winfried Kummer die Nachfolge des aus Altersgründen ausscheidenden langjährigen Kommandanten Franz Sornig an. Franz Sornig wurde im selben Jahr mit dem Kärntner Verdienstkreuz in Gold ausgezeichnet und nach Gründung des Feuerwehrseniorenclubs zu dessen Obmann gewählt.
1985
und die Jahre darauf
Mehr Ausbildung und Ausrüstung
Die Jahre 1985 bis 1994 waren gekennzeichnet von der erfolgreichen Bemühung der Feuerwehr Völkermarkt, ihren Ausrüstungsstand, aber auch ihren Ausbildungsstand durch laufende Schulung der Mannschaft landesweit gesehen auf ein bestmögliches Niveau zu bringen. Da die Anforderungen an die Kameraden und die Einsätze immer vielfältiger wurden, wurde ein Hauptberuflicher Feuerwehrmann bei der Stadtgemeinde angestellt, der sich hauptsächlich um Wartung, Pflege und Instandhaltung von Fahrzeug und Gerätschaften kümmerte.
Kameradschaftsraum & Ausrüstung
Im Juli 1992 durch die Anschaffung eines Tanklöschfahrzeuges 4000 der Marke Mercedes (Kosten S 2,6 Mio.) anstelle des auszuschneidenden Tanklöschfahrzeuges 2000 Steyr, eines modernsten Unfallhilfefahrzeuges mit neuartigen hydraulischen Rettungsgeräten, eines Fahrzeuges für Unfälle mit gefährlichen Stoffen sowie eines Einsatzbootes für den Stausee der damalige Ausrüstungsstand des Fuhrparkes erreicht.
Mit dem Umbau und der Neugestaltung des Kameradschaftsraumes erfüllten sich die Mitglieder der Feuerwehr Völkermarkt einen großen Wunsch. Der wunderschöne Raum wurde am 24.04.1992 in Betrieb genommen und bot der Kameradschaft der Feuerwehr Völkermarkt oft die Gelegenheit zu einem geselligen Beisammensein nach Übungen und Einsätzen.
Zusätzlich wurden im Jahre 1992 133 Einsatzstunden für die Wasserversorgung der Gemeindebevölkerung aufgewendet. Dabei wurden insgesamt 1,3 Millionen Liter Wasser transportiert. Aufgrund der schon länger dauernden Trockenheit hat sich die Trinkwassersituation im Jahre 1993 noch drastisch verschlimmert, sodass bis August 1993 bereits 1,4 Millionen Liter Trinkwasser zur Versorgung der Bevölkerung zugeführt werden mussten.
Ein rekordverdächtiges Bad
Am 10. Juli 1994 anlässlich des 25. Völkermarkter Kirchtages wurde ein Weltrekordversuch durchgeführt, die längste gefüllte B Leitung der Welt zu errichten, vom Klopeinersee nach Völkermarkt. Unter Mitwirkung vieler Feuerwehren gelang dieser Versuch und die drei Bürgermeister der betroffenen Gemeinden und Kdt. Eberle badeten in einem Schwimmbecken mit Klopeinerseewasser gefüllt.
Verheerender Waldbrand in Trögern
Im Mai 1998 brach ein bis dato noch nie da gewesener Waldbrand in der Trögerner Klamm aus. Unsere Kameraden stranden über eine Woche jeden Tag im Einsatz in Trögern. Gemeinsam mit vielen Feuerwehren des Bezirkes und großem Aufgebot von Bundesheer gelang es schließlich den Brand zu löschen. Positiv zu berichten wäre, dass wir am 12. Juli unser Tanklöschfahrzeug RTLF 1300 in Empfang nehmen konnten, welches auch von unserem Pfarrer Josef Damej den heiligen Segen erhielt.
Ankauf des ehem. Postbus-Areals
Nach acht Jahre Kommandant Stellvertreter der Feuerwehr Völkermarkt legte Josef Saliternig sein Amt nieder, ihm folgte in einer eindeutigen Wahl Walter Skofler als neuer Stellvertreter.
Nachdem das Rüsthaus in der Stadt bereits aus allen Nähten platzte und die Kameraden schon länger Zeit nach einer Lösung suchten konnte Kommandant Eberle 1999 mit Bürgermeister Blaschitz das Postbus Areal ankaufen.
Neues Feuerwehrzentrum entsteht
Im Jahr 2000 erfolgte der Spatenstich und der einjährige Umbau zum Feuerwehrzentrum begann. Die Kameraden leisteten nicht weniger als 3846 Stunden an Eigenleistungen.
Am 08. Juli 2001 konnte unter großer Beteiligung der Bevölkerung die Übersiedlung aller Fahrzeuge und Gerätschaften samt Segnung des neunen Rüsthauses in der Spotplatzstraße durchgeführt werden. Ein modernes Feuerwehrrüsthaus mit neuer Bezirks Alarm und Warnzentrale und Schulungszentrum für die Ausbildung im Bezirk wurde hier geschaffen.
Erste Frauen werden angelobt
Eine weitere Neuerung in der Geschichte der Feuerwehr Völkermarkt geschah 06.01.2004, zum ersten Mal wurden Frauen angelobt. Die ersten weiblichen Mitglieder waren Hribernik (Skofler) Dagmar, Steinacher Martina und Windisch Sandra. Es sollten ihnen in den nächsten Jahren noch viele folgen.
Erster Zivildiener nimmt dienst auf
Im Jahr 2007 ging eines der schwersten Hagelunwetter über das Gebiet Waisenberg nieder. In den ganzen umliegenden Dörfer war kein einziges Dach mehr heil, und so waren unsere Kameraden wieder mehr als eine Woche mit über 4.400 Stunden im Dauereinsatz im der Bevölkerung zu Helfen. In diesem Jahr ist auch der erste Zivildiener der seinen Dienst bei der Feuerwehr Völkermarkt ableistet in der Chronik erwähnt.
Auch die erste Taucherstaffel stand seit September 2007 zum Einsatz bereit. Die Kameraden Hribernik Johann, Ikanovic Rahman und Kummer Christopher waren die ersten Taucher der Feuerwehr Völkermarkt.
Am 04. Dezember 2007 erfolgte der Spatenstich zum Bau des Lilienbergtunnels und der lang geplanten Umfahrung von Völkermarkt, wo wieder eine Aufgabe mehr für die Kameraden entstand. Drei Jahre Bauzeit sollten folgen und 46 Mio. Euro sollte der Bau kosten und die Feuerwehr Völkermarkt erhielt ein zusätzliches vollmodernes Klein Rüstfahrzeug KRFS-Tunnel.
Vollbrand des Möbelhauses
Ein Einsatz der im Bezirk Völkermarkt in die Geschichte einging ereignet sich am 30. April 2009 wo das Möbelhaus Rutter in Eberndorf in Vollbrand stand. Alle Kräfte des Bezirkes aber auch viele Feuerwehren der angrenzenden Bezirke sowie die Berufsfeuerwehr Klagenfurt standen mehrere Tage im Einsatz. Das Gebäude konnte nicht mehr gerettet werden, jedoch wurden alle Personen aus dem brennenden Gebäude gerettet.
Bootshaus wird errichtet
Im Jahr 2010 konnte nach langen Bemühungen gemeinsam mit der Polizei ein Bootshaus gebaut werden. In Mühevoller Arbeit wurden Holz und andere Materialien organisiert und mit der Stadtgemeinde Völkermarkt die fehlenden finanziellen Mittel aufgestellt um das Projekt fertigstellen zu können. Seither ist immer ein Boot der Feuerwehr Völkermarkt fix am Stausee stationiert, was eine enorm schnellere Reaktion im Einsatzfall bedeutet.
Internationaler Assistenzeinsatz
Vom 09. bis 13. August 2013 wurde der TLFA 5000 samt Mannschaft zu einem internationalen Assistenzeinsatz auf die Montasio Alm, Sella Neveau gerufen. Wochenlang wütete ein Waldbrand in dem Gebiet Friaul und die Kameraden Eberle Ernst, Skofler Walter, Ikanovic Rahman und Eberle Armin verbrachten drei Tage im Krisengebiet.
2013 war auch das Jahr der modernen Kommunikation, die Feuerwehr Völkermarkt erhielt eine Homepage und war somit auch für die digitale Welt zugänglich. Ein neues Alarmsystem wurde ausgebaut, SMS Alarmierung löste nahezu alle Funkpager, die sogenannten Piepser ab. Ein Einsatzleitsystem im Rüsthaus und den Fahrzeugen löste zum Teil die alten Karten ab.
Weitere Modernisierungen
Das Jahr 2017 ein Jahr der Superlative für die Feuerwehr Völkermarkt. Noch nie zuvor musste die Feuerwehr Völkermarkt zu so vielen Einsätzen ausrücken wie in diesem Jahr. Naturkatastrophen, wie Hagel und Stürme an der Tagesordnung und Einsätze die tagelang dauerten.
Die Anschaffung eines neuen Kommandofahrzeuges KDO als moderne Einsatzzentrale konnte durchgeführt werden sowie die Anschaffung eines hochmodernen neuen Mehrzweckboots MZB aus Aluminium mit Bugklappe und eines Schnelleinsatzbootes SEB für schnelle Lebensrettungen. Die neuen Fahrzeuge wurden am Kirchtag 2017 feierlich gesegnet wobei das Mehrzweckboot bei der Bootstaufe den Namen Valentina in Anlehnung an Bürgermeister Valentin Blaschitz Vornamen erhielt. Auch ein neues Mannschaftstransportfahrzeug MTF wurde von der Kameradschaft angekauft und dem Bürgermeister übergeben.
Ein in Österreich einzigartiges Löschkonzept für Umspannwerke wurde in Obersielach ausgearbeitet, was der Feuerwehr Völkermarkt einen weiteren Fortschritt brachte. Ein ferngesteuerter selbstfahrender Löschroboter mit einer Löschturbine wurde im September der Feuerwehr Völkermarkt, als erster Feuerwehr Österreichs übergeben. Diese Löschturbine soll bei allen Großbränden oder Tunnelbränden zum Einsatz kommen und soll dort eingesetzt werden wo es für die Kameraden zu gefährlich wäre. Ein Fortschritt zum Schutze der Kameraden.
Nach diesen vielen Anschaffungen der letzten Jahre wurde es im Rüsthaus immer enger mit den Platzverhältnissen, und so beschloss man nach 18 Jahren einen Zubau zu machen. Im November starteten die Baumaßnahmen und unter enormer Mithilfe von knapp 2000 Stunde Eigenleistungen konnte ein Zubau von fast 500m² geschaffen werden und bietet Platz für Fahrzeug und Gerätschaften. Auch ein Schlauchturm ziert nun nach 18 Jahren wieder das Rüsthaus welcher uns im Jahr 2000 verwehrt wurde.